Aktuelle Informationen

Wir möchten Sie hier über Veranstaltungen und aktuelle Veröffentlichungen rund um das Thema Schnittstellen und Prozesse und den Anbieterwechsel informieren.

 „Open Access ist marktreif!“ - Bundesweite Anbieter versorgen ihre Kunden mit Glasfaser-Anschlüssen von regionalen Carriern

BUGLAS und VATM informierten Branche gemeinsam mit Arbeitskreis Schnittstellen & Prozesse über Erfolgsfaktoren und Potenziale von Wholesale und Wholebuy – Auch Telekom will bei Wettbewerbern Vorleistungsprodukte einkaufen

Köln, 14. September 2016. Die Anmietung von „echten“ Glasfaseranschlüssen (FttB/H, Fiber to the Building/Home), die von lokal oder regional tätigen Carrier ausgerollt und betrieben werden, durch bundesweite Telekommunikationsanbieter, deren Stärken insbesondere in der Vermarktung liegen, birgt erhebliche ökonomische Potenziale für beide Seiten und erhöht zudem den Kundennutzen. Warum und auf welcher technischen Grundlage 1&1 und Telefónica Vorleistungsprodukte bei wilhelm.tel einkaufen, somit Wholebuy betreiben, und welchen Nutzen regionale FttB/H-Anbieter aus diesem Wholesale ziehen können, stand im Fokus der gemeinsamen Veranstaltung von BUGLAS, VATM und dem Arbeitskreis Schnittstellen & Prozesse am 8. September 2016 in Berlin. Ebenfalls von besonderem Interesse für die über 60 Teilnehmer aus der Branche war die Vorstellung des gemeinsamen Wholebuy-Projektes von Telekom, Congstar und NetCologne.

Sowohl 1&1 wie auch Telefónica stellen im Endkundengeschäft eine signifikante Nachfrage nach hohen Bandbreiten fest. Um ihre Kunden damit versorgen zu können, kaufen beide Unternehmen bereits bei wilhelm.tel Glasfaseranschlüsse ein. Dabei kommen intern jeweils eigene Netz-Aggregations-Plattformen zum Einsatz. 1&1 nutzt dafür das deutschlandweite Glasfasernetz von 1&1 Versatel, das als Basis für eine Open Access-Plattform dient, die gemeinsam aufgebaut wurde, und an die beliebig viele Carrier angeschlossen werden können. Für die automatisierte Abwicklung aller mit Wholebuy verbundenen Prozesse wie Bestellung, Anbieterwechsel oder Entstörung setzen 1&1 wie Telefónica auf die standardisierte Wholesale-Orderschnittstelle S/PRI (Supplier/Partner Requisition Interface), die seit Beginn dieses Jahres allen Marktteilnehmern in der Version 4.0 zur Verfügung steht. Neben den technischen Voraussetzungen sei es, so betonten beide Unternehmen, ebenfalls elementar wichtig, für beide Seiten auskömmliche Preise auszuhandeln. „Das Geschäftsmodell Open Access ist bundesweit marktreif“, sagte Carsten Gottschalk, Head of Carrier Management bei 1&1. Beide Unternehmen, 1&1 wie auch Telefónica, sind in der Gesamtbewertung einer Meinung und riefen weitere Stadtnetzbetreiber auf, sich mit ihnen dazu in Verbindung zu setzen.

Unternehmen, die FttB/H-Netze ausrollen und betreiben, können mit Wholesale die Auslastung auf ihren Netzen erhöhen und höhere Deckungsbeiträge erzielen. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, sich ein Stück weit unabhängig vom Erfolg des eigenen Marketings zu machen und gleichzeitig zusätzliche, für weitere Investitionen einsetzbare Finanzmittel zu generieren. Wilhelm.tel hat das Potenzial von Wholesale frühzeitig erkannt: Mit Telefónica beziehungsweise der damaligen HanseNet arbeitet das Norderstedter Unternehmen bereits seit 2010 zusammen, seit Sommer dieses Jahres auch mit 1&1. Bei wilhelm.tel kommt für die Abwicklung aller Wholesale-Prozesse ebenfalls die S/PRI 4.0 zum Einsatz.

Bereits seit etwa vier Jahren betreiben Telekom und NetCologne wechselseitig Wholesale und Wholebuy in Köln und im rheinischen Umland. Dabei hat die Telekom mit dem Zukauf von Vorleistungen Neuland betreten und kauft bei NetCologne FttC-Anschlüsse ein. Als technischer Umsetzer für Wholebuy fungiert für die Telekom erfolgreich ihr Tochterunternehmen Congstar. Für beide Unternehmen steht fest, dass Wholesale und Wholebuy auf Glasfasernetzen eine win-win-win-Situation schaffen: Das ausbauende Unternehmen erhöht seine Netzauslastung, die Telekom als Nachfrager kann ihre Kunden mit höherer Bandbreite versorgen und der Endkunde erhält nicht nur eine bessere Leistung, sondern hat auch eine größere Anbieterauswahl. Telekom und NetCologne sehen S/PRI einhellig als zentrale Basis für reibungslose Bestellabläufe und die unabdingbare Prozessautomatisierung. Mit einer Zertifizierung der eigenen Schnittstelle erleichterten die Partner ihre Zusammenschaltung.

Welche Schnittstellen für welche Prozesse im Umfeld von Wholesale und Wholebuy bereitstehen, verdeutlichte das Unternehmen XConnect als zentraler Technologiepartner des Arbeitskreises Schnittstellen &Prozesse. Während die WBCI-Schnittstelle grundsätzlich für die Vorabstimmung zwischen den Partnern zum Einsatz kommt, erfolgt die Bestellung der Teilnehmeranschlussleitung im Telekom-Netz über die WITA, die in anderen Netzen über die S/PRI-Schnittstelle. Letztere bildet damit das „Glasfaser-Pendant“ zur WITA inklusive Beauskunftung und Entstörung. Für Portierung und Rufnummernvergabe steht der PDA (Portierungsdatenaustausch) zur Verfügung, für Abfragen der Sicherheitsbehörden das SBV-System (ehemals SARV). XConnect bietet den Marktteilnehmern das jeweils benötigte Schnittstellen-Paket als Eigen-Implementierung wie auch als gehostete Lösung an. Die Optimierung der unternehmensinternen Prozesse kann über den selbstentwickelten XConnector erfolgen.

BUGLAS und VATM haben das Potenzial von Wholesale und Wholebuy nicht nur für die Mitgliedsunternehmen ihrer Verbände, sondern für die gesamte Branche frühzeitig erkannt. Sie unterstützen daher bereits seit Ende 2011 den Arbeitskreis Schnittstellen & Prozesse wirkungsvoll bei der (Weiter-)Entwicklung der standardisierten Wholesale-Orderschnittstelle S/PRI (Supplier/Partner Requisition Interface), die aktuell in der Version 4.0
zur Verfügung steht.

 

08.09.2016: Gemeinsame Veranstaltung von VATM und BUGLAS in Berlin zu "Wholebuy/Wholesale Geschäftsmodelle - Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit der neuen Gigiabit-Netze!?"

Der Ruf nach der Gigabit-Gesellschaft ist unüberhörbar geworden. Die dafür erforderlichen Glasfasernetze mit Anschlüssen bis in die Häuser und Wohnungen der Kunden verlangen nach enormen Investitionen. Bereits in der Vergangenheit war Wholesale eines der klassischen Geschäftsmodelle für TK-Anbieter, zur Re-Finanzierung der Infrastrukturinvestitionen und unter den neuen Rahmenbedingungen des Glasfaserausbaus hat Wholesale das Potential, sich zu einem noch wichtigeren Umsatzträger zu entwickeln. Jetzt stehen die Zeichen auf Veränderung: die Rolle des Wholesale Anbieter und das Zusammenspiel der beteiligten Unternehmen wird komplexer. Beim Infrastrukturausbau werden noch stärker Partnerschaften angestrebt, um die Investitionskosten nachhaltig zu reduzieren. Wholebuy ist dazu der neue Schlüsselbegriff.

VATM und BUGLAS sowie der Arbeitskreis Schnittstellen & Prozesse möchten Sie daher herzlich zur gemeinsamen Veranstaltung „Wholebuy/Wholesale Geschäftsmodelle – Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit der neuen Gigabit-Netze!?“ am Donnerstag, den 08.09.2016, von 10.00 bis 14.00 Uhr in das VKU-Forum Berlin einladen und mit Ihnen u.a. folgende Fragen beantworten:

  • Welches Profil haben in Zukunft Wholesale Anbieter und Wholebuy Nachfrager?

  • Wie verändern sich die heutigen Geschäftsbeziehungen und welche Kooperationsformen zeichnen sich dabei ab?

  • Welche Flexibilität ist gefordert und was sind die konkreten Wholesale/Wholebuy-Erfolgsfaktoren?

  • Wie sehen die zukünftigen Wholesale/Wholebuy Geschäftsmodelle aus? Welche segmentspezifischen Angebote sind denkbar?

  • Welche neuen Strukturen zeigen sich auf Anbieter- und auf Nachfragerseite?

  • Auf welche Weise können Wholesale und Wholebuy zur Breitband-Entwicklung in Deutschland beitragen?

Wir haben für Sie hochkarätige Referenten der Unternehmen Telefonica, 1&1, Vodafone, wilhelm.tel und Deutsche Telekom eingeladen, die uns Ihre Antworten präsentieren und für die Diskussionen an diesem Tag zur Verfügung stehen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Die Agenda der Veranstaltung steht ab sofort zum Download bereit.

Bitte bestätigen Sie uns Ihren Teilnahmewunsch per Antwort an Frau Ursula Selker (us(at)vatm.de).

 

07.06.2016: Gemeinsame Infothek von VATM und BUGLAS auf der ANGACOM zu "Konnektivität: Was das neue Buzz-Word für die Netzbetreiber bedeutet"

Für die EU-Kommission ist Connectivity das neue Buzz-Word. Während Brüssel dies aber fast ausschließlich aus Verbrauchersicht betrachtet, erwachsen aus der Konnektivität der Netze für TK-Unternehmen neue und anspruchsvolle Aufgaben, die durch eine intelligente IT-Unterstützung möglichst automatisiert abgewickelt werden müssen. Ob Anbieterwechsel, Erfüllung der Open Access-Verpflichtung in Förderprojekten oder Wholesale- und Wholebuy-Möglichkeiten, grundlegende Voraussetzung dafür sind automatisierte Prozesse, die Fehler ausschließen und die jeweils die gesamte Prozesskette abbilden.

Über die dafür bestehenden Schnittstellen-Lösungen und die aktuellen Entwicklungen wollen wir Sie am 7. Juni 2016 von 14:00 bis 17:00 Uhr im Rahmen der ANGA COM, Congress-Centrum Köln-Messe, Konferenzebene, Raum 3, in kompakter Form mit einer gemeinsamen Infothek von VATM und BUGLAS in Zusammenarbeit mit dem AK Schnittstellen & Prozesse informieren. Dabei kommen Experten aus Branche und Behörden zu Wort, Unternehmen, die sich hier bereits entsprechend aufgestellt haben, ebenso wie Technologieanbieter und Behördenvertreter, die die Open Access-Verpflichtung noch einmal darlegen.

Die Agenda der Veranstaltung steht ab sofort zum Download bereit.

 

02.02.2016: Plattform zur Zertifizierung der S/PRI 4.0 gestartet

Die neue standardisierte Wholesale-Orderschnittstelle S/PRI 4.0 steht den Marktteilnehmern ab sofort zur Zertifizierung zur Verfügung. Nachdem im vergangenen Jahr der AK Schnittstellen und Prozesse die technische Spezifikation der Schnittstelle S/PRI (Supplier/Partner Requisition Interface) veröffentlicht hat, wurde nun von ihm auch die fachliche Abnahme der Zertifizierungsplattform erteilt. Die den Arbeitskreis seit Ende 2011 unterstützenden Verbände BUGLAS und VATM sowie das neue Zertifizierungsunternehmen XConnect geben damit heute nicht nur die offizielle Abnahme der S/PRI 4.0 und die damit einhergehende Möglichkeit zur Zertifizierung bekannt. Sie stellen auch eine geschäftsmodellabhängige Preisstaffel mit Frühbucher-Rabatten vor. Im Rahmen von regionalen Informationsveranstaltungen sollen ab dem Frühjahr die Schnittstelle, Preismodelle und Zertifizierungsmöglichkeiten den Marktteilnehmern vorgestellt werden. Eine Anmeldung zur Zertifizierung ist bei dem zertifizierenden Unternehmen XConnect über die Webseite www.xconnect.de  möglich.

 

22.01.2016: Arbeitshandbuch für S/PRI 4.0 veröffentlicht

Der Workstream S/PRI hat in seiner Sitzung am 20.01.2016, in Ergänzung zur Schnittstellenspezifikation S/PRI 4.0, ein Arbeitshandbuch veröffentlicht, was dem Anwender detaillierte Einblicke in Funktionen und Anwendung der S/PRI Schnittstelle ermöglicht. Es werden hierbei alle in der Schnittstelle abgebildeten Geschäftsprozesse, Meldungstypen und das Zusammenspiel mit Meldungscodes erläutert. Das Handbuch steht ab sofort zum Download  auf den Seiten den Workstream S/PRI bereit.

23.12.2015: Zentrale Schnittstelle für den Aufbruch in die Gigabitgesellschaft

Pünktlich zum Jahreswechsel fällt der Startschuss für die neue Order Schnittstelle S/PRI 4.0. S/PRI steht für Supplier/Partner Requisition Interface und beschreibt eine zukunftsweisende Orderschnittstelle zur Bestellung und Abwicklung von kupfer- und glasfaserbasierten Endkundenanschlüssen. Das deutlich effizientere Management und die umfangreiche Erweiterung der Bestellprozesse sind notwendige Voraussetzung um die in den nächsten Jahren anstehenden Prozesse zur Realisierung des Etappenziels einer bundesweiten Versorgung mit 50 MBit/s bis Ende 2018 und mittelfristig ein flächendeckendes Hochleistungsnetz bis 2030 zu bewältigen.

Breitbandausbau und Digitalisierung gelingen nur im Wettbewerb und erfordern das damit einhergehende notwendige Management von FTTB/H und FTTC-Anschlüssen. Hier setzt die neue Orderschnittstelle S/PRI 4.0 an und ermöglicht eine schnelle und kostengünstige Prozessabwicklung.

Nach zahlreichen Veränderungen und Verbesserungen in diesem Jahr erklärte Mitte Dezember der Workstream S/PRI seine Empfehlung zur Abnahme, so das VATM, BUGLAS sowie das neue Zertifizierungsunternehmen XConnect nicht nur die offizielle Abnahme und die damit einhergehende Möglichkeit zur Zertifizierung einer S/PRI 4.0 noch zum Jahreswechsel verkünden können, sondern auch deutliche Vergünstigungen, die im Rahmen von regionalen Informationsveranstaltungen im Frühjahr 2016 den Marktteilnehmern vorgestellt werden sollen.

Im Gespräch ist sowohl die Umsetzung eines Anreizmodells für "early birds" als auch ein kostengünstiges auf Nutzerzertifikaten basierendes Dienstleistungsmodell, wie es schon bei der Schnittstelle für den automatisierten Anbieterwechsel WBCI (WITA Based Carrier Interface) sehr erfolgreich Anwendung gefunden hat. Auf den Informationsveranstaltungen wird sich auch das neue Zertifizierungsunternehmen XConnect den Marktteilnehmern vorstellen, welches die Arbeit der Flexagon GmbH fortführt.

Endgültig im Markt angekommen und weiter auf Erfolgskurs ist die elektronische Schnittstelle WBCI, geschaffen zur automatisierten Abwicklung eines Endkundenwechsels. Das EKP-Portal mit einem Anmeldestand von bisher ca. 250 Unternehmen verzeichnet einen stetigen Zustrom von Unternehmen und auch die AG Anbieterwechsel weist in ihren jeweiligen Quartalsberichten gegenüber der Bundesnetzagentur kontinuierlich steigende WBCI-Kopplungen auf.

 

17.07.2015: Initiale Spezifikation 2b - Anbieterwechsel für NGA Produkte

Der Arbeitskreis Schnittstellen und Prozessen veröffentlicht die Spezifikation 2b - Anbieterwechsel für NGA Produkte. Im Fokus der fachlichen Spezifikation stehen Wechselprozesse, die das Zusammenspiel der drei Schnittstellen WBCI, WITA und S/PRI (Version 4.0) im Detail beschreiben. Die Spezifikation steht ab sofort zum Download bereit.